Musikalische Lesung mit Tilman Thiemig

Am Freitag, den 03.09.2021 um 19 Uhr steht uns ein spannender Abend bevor:
Der beschauliche Friedhof rund um die Malerkapelle wird zum schaurigen Tatort. Musikalisch begleitet von seinen langjährigen Weggefährten Heinrich Römisch (Bass und Sounds) und Marcel Reginatto (Saxophon) präsentiert der Vorsfelder Autor Tilman Thiemig in lauschiger Spätsommeratmosphäre seinen Ostseekrimi Ahrenshooper Narrenspiel, den der Hinstorff Verlag wie folgt ankündigt:


(Bild: Hinstorff Verlag)

Blutige Spuren und ein mysteriöses Bilderrätsel.

[...] Die Errichtung des neuen Museums nimmt Gestalt an, bald soll Richtfest gefeiert werden, zu dem sogar die Kanzlerin erwartet wird. Ebenso wie Robert Aaron Zimmermann, der sich noch immer gemeinsam mit seinem treuen Gefährten Richard Sonntag auf Erinnerungsreise durch Polen befindet. Doch dann wird in der Nähe von Wismar ein Reiterhofbesitzer auf bestialische wie pittoreske Weise ermordet. Wenig später findet eine Geschäftsfrau aus Ahrenshoop unter ähnlich sonderbaren Umständen den Tod. Und zu allem Unglück kann der psychisch gestörte Mörder, der im Frühjahr die Halbinsel in Angst und Schrecken versetzte, entfliehen. Welche Rolle spielt er bei den aktuellen Verbrechen? Beginnt abermals eine Mordserie? Und was hat das alles mit dem Hofnarren der polnischen Könige zu tun?

Thiemigs persönlicher Lieblingsheld ist Zimmermann, ein hochbetagter kanadischer Anwalt mit deutsch-jüdischen Wurzeln, den sein letzter Auftrag zurück in das Land seiner Kindheit geführt hat. Dort residiert er in der Borner Pension Kuhfuß und steuert von hier aus aber nicht nur Erbschaftsangelegenheiten, sondern bald auch, unfreiwillig einbezogen, kriminalistische Ermittlungen, die sich in beiden Fällen mehr als verwirrend gestalten. Zudem führen Spuren von der Ostseeküste ins östliche Niedersachsen, nach Königslutter, ins Reitlingstal sowie ins Schöppenstedter Till Eulenspiegel-Museum.

Die beiden Musiker und der Autor bilden eine in Jahren zusammengewachsene Erlebniseinheit, die für lebendigen Vortragsstil und eindrückliche, mitunter durchaus auch schräge Klangerlebnisse bekannt ist. Es erwartet Sie somit ein Mordsvergnügen der besonderen Art.

Damit das Grauen zwischen den Buchdeckeln des Romans bleibt, wird die Veranstaltung selbstverständlich unter den Vorgaben der Corona-Richtlinien durchgeführt.
Das bedeutet:

- Wir bitten um vorherige Anmeldung, entweder direkt online über den diesem Link oder bei Herrn Thiemig persönlich per Mail: tilman-thiemig [at] web [punkt] de oder Telefon: 05363-3172. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 40 Personen begrenzt.
- Wir bitten darum, an Stellen, wo der Mindestabstand nicht gewahrt werden kann, eine Maske zu tragen. Falls die Veranstaltung aufgrund widriger Witterungsverhältnisse in die Räumlichkeiten der Kapelle verlegt werden muss, ist bei mehr als 25 Teilnehmern das Tragen einer Maske obligatorisch.

Der Eintritt ist selbstverständlich frei. Allerdings sind Spenden natürlich gern gesehen. Und überdies erwartet Sie ein Büchertisch der Buchhandlung Kolbe.

Besonderer Dank gilt dem Buchhändler Frank Kolbe, dessen Mitarbeit die Veranstaltung erst ermöglicht hat.

Wir freuen uns, für Sie und euch zusammen mit Tilman Thiemig, Heinrich Römisch, Marcel Reginatto und der Buchhandlung Kolbe diesen besonderen Abend veranstalten zu können!

Das Jahr 2021

Die COVID-19-Pandemie hat unsere Vereinsakitivitäten bereits im vergangenen Jahr weitestgehend zum Erliegen kommen lassen. Die Frage stellt sich nun, wie wir dieses Jahr sinnvoll planen können. Wir haben eine Liste von Ausstellerinnen und Ausstellern, die ihre Arbeiten zeigen möchten, erfreulicherweise einige neue Mitglieder, und gleichzeitig ist der Landkreis Helmstedt von der Pandemie stark getroffen. Wenn wir unsere Vereinsaktivitäten verfrüht wieder aufnehmen, ermutigen wir unser Publikum und unsere Mitglieder nicht nur zur Teilnahme an diesen Aktivitäten, in denen wir durchaus funktionierende Sicherheitskonzepte implementieren könnten, sondern wir gehen damit auch aus von Mobilität über Landkreisgrenzen hinaus, von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, um zur Kapelle zu gelangen, usw. - alles Dinge, von denen in dieser Pandemie dringlichst abgeraten wird und deren Nutzung aufgrund der noch zu niedrigen Impfquote nicht als sicher eingestuft werden kann.

Der Vorstand hat sich darum zu folgendem Vorgehen entschlossen: Da viele unserer Mitglieder zur Risikogruppe zählen, einige unserer Künstler*innen von Reisebeschränkungen getroffen sind, und die Beschlüsse der Bundesregierung bzgl. des Lockdowns für unsere Jahresplanung zu kurzfristig zielen, schwenken wir unabhängig eventueller laxerer Vorgaben um auf ein Konzept, das der seit einiger Zeit diskutierten No-Covid-Strategie entlehnt ist:
Strategie-Papier

Konkret heißt das: Wir befassen uns mit der Jahresplanung nicht weiter konkret, bevor der Inzidenzwert sowohl in Helmstedt als auch in Braunschweig, den beiden Landkreisen, in denen die meisten unserer Mitglieder und der Großteil unseres Publikums leben, nicht stabil um 35-50 Infektionen liegt und einen weiteren Abwärtstrend zeigt.
Ausstellungen führen wir dann erst durch, wenn wir 14 Tage lang in beiden Landkreisen einen Inzidenzwert unter 5, idealerweilse 28 Tage lang einen Inzidenzwert von 0 erreicht haben. Solange dies nicht der Fall ist, können wir es nicht verantworten, leichtsinnig Veranstaltungen durchzuführen, weil arbiträre Werte und Regelungen dies kurzfristig rechtssicher erlauben. Sollte kurz- oder langfristig auch die Bundes- oder Landesregierung die No-Covid-Strategie zu verfolgen beginnen, werden wir dieser natürlich vollständig entsprechen. Bis diese selbst gesteckten Zielvorgaben erreicht sind, wird der Verein weiter online aktiv sein und wir werden uns überlegen, wie wir trotz Lockdown Kunst & Kultur fördern können.

Wir hoffen, dass dieses Vorgehen bei Ihnen und euch auf Zustimmung trifft, und wir freuen uns immer über Verbessungs- oder Projektvorschläge und Rückmeldungen.

Der Vorstand

Kunst aus der Quarantäne: Ausstellung des Gymnasium Julianum

(Bild: Lena Rademacher)

Das Gymnasium Julianum Helmstedt präsentiert Arbeiten aller Jahrgänge, die während der COVID-19-Pandemie entstanden sind, und gewährt dem Publikum damit Einblick in die kreative Verarbeitung der Quarantäne, des Masken-Mandats und der Hygienevorschriften durch eben die jungen Menschen, die bereits jetzt als die "Generation Corona" bezeichnet werden. Da ist ein Fünftklässler, der Corona als zu bekämpfendes Monster darstellt, eine Elftklässlerin, die das Gefühl der Isolation im Home Schooling zu Papier bringt, und Collagen und Skulpturen, die sowohl vom Leben in der Pandemie, aber auch von Zeiten und Welten davor, danach und jenseits davon erzählen. Teils humorvoll, teils zynisch, teils aufgeladen mit der entwaffnenden Empathie junger Menschen, entdeckt man das Kollektive, den Zeitgeist, aber auch das Persönliche in den Arbeiten der Kunstschaffenden.
Die Ausstellung selbst musste aufgrund des Pandemiegeschehens lange verschoben werden und der Förderkreis Malerkapelle freut sich, endlich die Tore für diese sehr besondere Schulausstellung öffnen zu dürfen.
Die neuen Stellwände, die mit der Ausstellung debütieren, entstanden durch die freundliche Unterstützung der Braunschweigischen Sparkassenstiftung.

Es gibt einen selbst ausdruckbaren bzw. online lesbaren Mikro-Katalog zur Ausstellung, der hier bequem angeschaut und in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden kann.

Vernissage
Freitag, 8. Oktober 2021, 18 Uhr
Öffnungszeiten
Samstag, 9. Oktober & Sonntag, 10. Oktober 2021, 14-18 Uhr

Aufgrund der anhaltenden Pandemie stellen Sie sich beim Einlass bitte auf die 3G-Regelung, Kontaktdatenerhebung, und Maskenpflicht in den Räumlichkeiten der Kapelle ein. Wir passen unser Corona-Konzept dabei immer den aktuellen Vorgaben des Landes Niedersachsen und des Landkreises Helmstedt an und behalten uns darum Änderungen vor.

Ausschreibung: Zero Attendance

Aufgrund der anhaltenden Pandemie hat sich der Vorstand des Förderkreis Malerkapelle am Elm e.V. entschlossen, vor einem stabilen und möglichst niedrigen Inzidenzwert in sowohl Braunschweig als auch dem Landkreis Helmstedt die Malerkapelle nicht weiter als öffentlichen Ausstellungsraum zu nutzen.
Stattdessen bieten wir das Kapellengebäude Künstler*innen als Project Space an.Wir möchten es Kulturschaffenden aus Braunschweig, Königslutter und Umgebung ermöglichen, die namensgebende Malerkapelle kreativ zu nutzen: Als Kurzzeitatelier für traditionelle Künstler*innen, als Ort für Videodrehs, Foto-Sessions und Video-Performances oder als Zero-Attendance-Ausstellungsraum zum Fotografieren oder Archivieren von Arbeiten, die viel Platz benötigen.
Weitere Informationen unter diesem Link: Zero Attendance.

Unser Quarantine-Zine

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie war es dem Verein dieses Jahr nicht möglich, die geplanten Ausstellungen durchzuführen. Stattdessen haben wir uns mit den Künstler*innen, deren Shows wir auf nächste Kalenderjahr verschieben mussten, kurzgeschlossen, um gemeinsam eine kleine, freie Publikation herauszubringen, um die Künstler*innen und ihre Arbeiten vorzustellen. Das Zine kann unter diesem Link angesehen, durchgeblättert und heruntergladen werden. Es ist frei ausdruck- und verteilbar. Eine Aufbauanleitung findet sich auf unserem Instagram-Account oder alternativ auf Facebook.
Die Helmstedter Nachrichten haben dazu berichtet.